Etwas zu lesen…

Solus Christus Freunden theologischer Lektüre möchte ich heute zwei Artikel ans Herz legen, die nachhaltig der eigenen geistlichen Postionierung und Klarheit dienen können. Wer sich vom liberaltheologischen Mainstream dieser Tage durch den Glauben an das Wort Gottes verabschiedet hat, findet sich nicht selten in einem seltsamen Gemisch aus teils offener, teils versteckter Gesetzlichkeit und himmelhochjauchzend-zu-Tode-betrübter Schwärmerei wieder.

Während die Liberalen das Weltklima “retten” und den Menschen humanistisch zu einem besseren umerziehen wollen, wird in brüderlich-frommen Kreisen über die Frage diskutiert, ob Frauen Hosen tragen dürfen oder ob man einen Fernseher haben darf. In charismatischen Kreisen ist man auf der Jagd nach Geist-Erfahrungen und -Erlebnissen und bemüht sich,  jedes noch so kleine Ereignis als versteckten Hinweis auf den Willen Gottes zu deuten. Im Handeln und Erleben will man sich der eigenen Gotteskindschaft vergewissern und fühlt sich dabei beständig den geistlichen Puls, um das scheinbar erreichte Niveau des Glaubens zu prüfen. Aufgebauschte Zeugnisse und zurechtgemachte Berichte sind nicht selten Nebeneffekte des permanenten geistlichen Beweis-Stresses hinsichtlich der Sichtbarkeit des eigenen Glaubensstatus.

Wie wohltuend und befreiend ist der Blick von sich selber weg auf das Evangelium, den etwa die Reformation wieder ganz neu betont hat. Solus Christus – Christus allein. Während das Gesetz (in welcher Verkleidung auch immer) müde und krank macht, sagt uns Christus: Es ist vollbracht. Bei ihm allein ist Trost und Leben und Errettung, … “dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird. ” (Phil 3,9)

Jetzt aber endlich: Etwas zu lesen. Zur Lektüre seien folgende Artikel von Dr. Bernhard Kaiser empfohlen, dem Geschäftsführer des Institus für refomatorische Theologie:

Evangelikal oder reformatorisch

und

Schwärmerei: Wie das Kreuz Christi aus der Mitte gerückt wurde

 

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